Über EDN · Aus der Praxis, nicht aus der PowerPoint

Ein Erzieher, drei KIs und der Versuch, Dokumentation ernst zu nehmen.

EDN ist kein Startup aus der Pitchdeck-Ecke, sondern ein Projekt aus der Jugendhilfe. Gebaut von jemandem, der Nachtdienste, Hilfepläne, Übergaben und zu späte Dokus kennt. Mit KI, ja – aber als Assistenz, nicht als Ersatz für Fachkräfte.

Wer hinter EDN steht

Mein Name ist Hendrik. Ich bin Erzieher und habe mehrere Jahre in der Jugendhilfe gearbeitet: Wohngruppen, SPFH, Hilfepläne, Krisen, Übergaben, Nachtdienste. Ich kenne die Abende, an denen die Gruppe endlich zur Ruhe kommt, der Kopf leer ist – und dann warten noch Dokumentationen.

EDN ist eine Antwort auf genau diesen Teil der Arbeit. Nicht, weil der Markt nach "KI in der Sozialwirtschaft" ruft, sondern weil die Realität an vielen Stellen weh tut. Wenn niemand sonst diese Art von Werkzeug baut, entsteht sie eben aus der Praxis heraus.

Ausgangspunkt: Dokumentation im echten Dienst

EDN entstand nicht am Whiteboard, sondern nach Diensten, Hilfeplänen und Gesprächen mit Kolleg:innen. Ziel ist nicht, Fachkräfte zu ersetzen, sondern den Teil zu entlasten, der sich seit Jahren gleich anfühlt und trotzdem immer mehr wird: Dokumentation.

Wie EDN entwickelt wird

EDN ist eine Plattform für soziale Arbeit. Das erste Modul heißt Saja und unterstützt bei der Dokumentation. Entwickelt wird EDN bewusst schlank, aber strukturiert: mit einer klaren Rollenverteilung zwischen Mensch und KI.

1 Mensch

Produkt, Richtung, Verantwortung, Praxisblick. Entscheidungen werden aus Sicht der Fachkräfte getroffen, nicht aus Sicht eines Businessplans.

Jede technische Entscheidung muss sich daran messen lassen, ob sie im Dienstzimmer trägt.

2 Coding-KIs

Unterstützen bei Implementierung, Tests und Refactoring. Sie arbeiten nüchtern, wiederholbar und helfen dabei, aus Ideen stabile Komponenten zu machen.

Code entsteht nicht nebenbei, sondern mit Fokus auf Lesbarkeit und Erweiterbarkeit.

1 technische Leitungs-KI

Achtet auf Architektur, Sicherheit und Struktur. Ziel ist eine Plattform, die wachsen kann, ohne dass sie in Einzelteilen auseinanderfällt.

KI wird nicht nur genutzt, sondern auch beim Bauen selbst eingesetzt – transparent und kontrolliert.

Wo EDN und Saja heute stehen

EDN befindet sich offiziell in der Gründung. Technisch ist jedoch bereits mehr vorhanden als ein Konzept: Saja läuft als Web-Anwendung, die Plattform dahinter ist angelegt, und die KI-Schicht mit Shield ist in der Umsetzung.

Gründungsphase, aber konkret

EDN ist noch kein etablierter Anbieter, sondern im Aufbau – mit dem Vorteil, dass Strukturen von Beginn an auf Praxis und Datenschutz ausgelegt werden können.

Saja als erste Anwendung

Saja läuft als moderne Web-Anwendung mit Chat, Doku-Panel und Terminbezug. Im Hintergrund arbeiten bereits erste Dokumentationslogiken.

EDN.Core & Shield

Die Plattform trennt Mandanten, strukturiert Daten und sorgt dafür, dass personenbezogene Informationen vor KI-Aufrufen pseudonymisiert werden. Shield ist der Kern dieser Schutzschicht.

Wen EDN sucht

EDN ist an einem Punkt, an dem Technik allein nicht weiterführt. Damit aus einer guten Grundlage ein Werkzeug für den Alltag wird, braucht es Partner aus Praxis, Trägerschaft, Technik und Förderung.

Einrichtungen & Fachkräfte

Wohngruppen, SPFH, ambulante Hilfen, Tagesgruppen und andere Angebote, in denen Dokumentation zum Alltag gehört – mit echtem Zeitdruck und echter Verantwortung.

Träger & Leitungen

Träger, die Dokumentation ernst nehmen und gleichzeitig die Belastung der Teams sehen. Gesucht sind Menschen, die prüfen, begleiten und mitsteuern wollen.

Tech- & Hosting-Partner

Erfahrung mit Hosting, Sicherheit, Monitoring und Betrieb von SaaS-Systemen. Ziel ist eine Infrastruktur, die EDN langfristig trägt.

Förderer & Programme

Accelerator, Stiftungen und Programme, die den Bedarf in der Jugendhilfe sehen und helfen wollen, aus einem Prototypen ein stabiles System zu machen.

Die zentralen Fragen an die Praxis

EDN versteht sich nicht als fertiges Produkt, das nur noch "ausgerollt" werden muss. Entscheidend ist, welche Anforderungen aus der Praxis kommen – und wie sie in Technik übersetzt werden können.

Wie muss EDN/Saja gebaut sein?

Welche Abläufe, Masken und Oberflächen braucht es, damit Saja im Frühdienst, Spätdienst oder Nachtdienst wirklich hilft – und nicht zusätzlich belastet?

Wie lässt sich Vertrauen aufbauen?

Welche Nachweise sind nötig, um zu zeigen, dass die Technik funktioniert? Demo-Fälle, Testumgebungen, begleitete Pilotphasen, Einblick in Datenflüsse – was braucht es konkret?

Welche Funktionen fehlen noch?

Von Hilfeplan-tauglichen Auswertungen über Erinnerungen an offene Einträge bis hin zu Schnittstellen: Welche Bausteine würden Saja im Alltag unverzichtbar machen?

Wie es weitergeht

Die nächsten Schritte sind klar umrissen. EDN soll nicht im Labor bleiben, sondern in echten Teams, mit echten Fällen ausprobiert werden – Schritt für Schritt, transparent und begleitet.

  1. 1.
    Saja in den Alltag bringen

    Beta-Tests in ausgewählten Einrichtungen, mit klaren Rahmenbedingungen: welche Daten genutzt werden, wie lange getestet wird und wo Ausstieg jederzeit möglich ist.

  2. 2.
    Feedback ernst nehmen

    Rückmeldungen von Fachkräften, Leitungen und Datenschutz werden nicht gesammelt und abgelegt, sondern direkt in die Weiterentwicklung eingearbeitet.

  3. 3.
    EDN gemeinsam schärfen

    Aus Prototypen werden Prozesse: Hilfeplanerstellung, Übergaben, Berichte und weitere Module sollen auf derselben Plattform aufbauen.

EDN als gemeinsames Projekt

EDN ist technisch bereit, um in echten Kontexten ausprobiert zu werden – mit Saja als erster Anwendung und einer Plattform, die auf Wachstum ausgelegt ist. Was jetzt fehlt, sind Partner, die diese Grundlage mit der Realität der sozialen Arbeit verbinden.

Wer tiefer einsteigen, die Architektur verstehen oder eine mögliche Zusammenarbeit prüfen möchte, sollte ein Gespräch früh führen – nicht zu spät.