Technik · Fundament statt Fassade

Was unter EDN läuft.

EDN ist kein Baukasten und keine isolierte App. Hinter Saja steht eine eigene Plattform: API-first, mandantenfähig, datenschutzbewusst – gebaut, um professionelle Dokumentation mit KI zu verbinden, ohne Fachkräfte aus den Augen zu verlieren.

Plattform statt Einzelsystem

Technisch ist EDN eine Plattform, auf der Module wie Saja laufen. Im Kern stehen eine eigene API, eine mandantenfähige Datenhaltung und klar getrennte Bereiche für Authentifizierung, Fachlogik und KI-Anbindung. Die Plattform ist so gebaut, dass später weitere Module für unterschiedliche Arbeitsfelder der sozialen Arbeit andocken können.

API-Schicht

Eine eigene Backend-API bündelt zentrale Funktionen: Anmeldung, Mandantenverwaltung, Dokumentationslogik, Terminbezug und die Anbindung an das KI-Modul.

Die API ist so ausgelegt, dass Frontends wie Saja darauf aufbauen und spätere Module dieselben Grundlagen mitnutzen können.

Mandanten & Daten

Einrichtungen werden logisch voneinander getrennt. Daten gehören immer zu einem Mandanten und lassen sich mit Rollen und Rechten absichern – heute schon mit Blick auf Teamstrukturen und spätere Träger-Setups.

Ziel ist eine Datenbasis, die fachlich nachvollziehbar, technisch sauber und langfristig erweiterbar ist.

Oberflächen

Webbasierte Oberflächen wie Saja greifen über die API auf diese Basis zu. Sie sind bewusst leichtgewichtig gehalten: moderne Web-Technik, kein proprietärer Client, kein Installationszwang.

So bleibt die Technik im Hintergrund – und im Vordergrund die Arbeit der Fachkräfte.

Saja – die Oberfläche zur Plattform

Saja ist die erste Oberfläche auf EDN. Technisch ist sie eine moderne Web-Anwendung mit Chatfenster, Klienten-Explorer, Dokumentations-Panel und Terminbereich. Im Hintergrund hält sie Klient:innen, Dokumente, Termine und Bezugspersonen zusammen – immer mit Blick auf den pädagogischen Alltag.

Chat, Dokumente & Termine

Die UI ist um den Chat herum gebaut. Aus Gesprächen entstehen Dokumentationsentwürfe, die in einem eigenen Panel sichtbar sind. Ein Explorer zeigt Klient:innen, Doku-Historie und Filter, dazu kommt eine Kalenderansicht für Termine.

Alles, was im Chat entsteht, ist immer einem konkreten Kind bzw. Fall zuordenbar – nicht „irgendwo im Verlauf“ versteckt.

Login & Verbindung zur Plattform

Die Anmeldung läuft über ein zentrales Auth-System. Nach dem Login spricht Saja ausschließlich über die EDN-API mit dem Backend – inklusive der Anbindung an das KI-Modul.

Zugangsdaten bleiben dort, wo sie hingehören. Die Oberfläche selbst hält nur das, was sie für die aktuelle Sitzung braucht.

EDN.Core & Shield – die KI-Schicht

Zwischen EDN und den KI-Modellen liegt eine eigene Schicht: EDN.Core. Hier werden Eingaben vorbereitet, pseudonymisiert, an das Modell geschickt und anschließend wieder in fachlich nutzbare Dokumente übersetzt. Kernstück ist das Datenschutz-Modul „Shield“.

Pseudonymisierung statt Klartext

Bevor ein Text die KI-Schicht erreicht, werden Namen von Kindern und Bezugspersonen durch Pseudonyme ersetzt – zum Beispiel „Kind-943f“ oder „Kontakt-1“. Die KI sieht nur diese Platzhalter.

Erst nach der Antwort werden die Pseudonyme wieder in die echten Namen zurückübersetzt. So bleiben personenbezogene Daten außerhalb der Modellschnittstelle.

Die Pseudonyme sind stabil und in der Datenhaltung verankert – damit der Schutz nicht von Zufall oder Session abhängt.

Dokumentations-Agent & Validierung

Ein eigener Agent kümmert sich darum, aus Freitext strukturierte Dokumentationsvorschläge zu erzeugen. Er arbeitet mit Kategorien wie Unfall, Beobachtung, Gespräch oder Vereinbarung und hält sich an ein definiertes Ausgabeschema.

Jeder Output wird technisch geprüft, bevor er zurück an Saja geht – damit die Fachkraft mit stabilen Vorschlägen arbeitet und nicht mit unvorhersehbarem KI-Text.

Nachvollziehbarkeit im Datenfluss

Jeder KI-Aufruf durchläuft klar definierte Schritte – vom Eingang des Textes über die Pseudonymisierung bis zur Antwort an die Oberfläche. Diese Phasen werden protokolliert, damit der Datenfluss später nachvollziehbar bleibt.

Klare Phasen

Der Weg jeder Nachricht lässt sich in Etappen denken: Eingang aus der UI, Anwendung von Shield, Vorbereitung für das Modell, Antwort der KI, Rückübersetzung und Rückgabe an Saja.

So ist nachvollziehbar, wann und wo Daten verändert, anonymisiert oder gespeichert wurden.

Grundlage für Audits

Ziel der Protokollierung ist nicht Überwachung, sondern Nachweisbarkeit: Wer später prüfen will, ob personenbezogene Daten geschützt wurden, soll das technisch belegen können.

EDN ist damit von Anfang an so gedacht, dass es auch unter genauerem Hinsehen bestehen kann.

Welche Türen EDN öffnet

EDN ist mehr als eine Anwendung. Durch Shield, Mandantenstruktur und eine gemeinsame Plattform entsteht erstmals eine Architektur, die KI in der sozialen Arbeit überhaupt sinnvoll nutzbar macht – fachlich, technisch und datenschutzrechtlich.

KI wird im Sozialwesen nutzbar

Das Kernproblem lautet oft: „Wir dürfen das nicht wegen Datenschutz.“ Durch Pseudonymisierung auf Systemebene und nachvollziehbare Datenwege schafft EDN eine Grundlage, auf der KI in der Jugendhilfe und verwandten Feldern überhaupt eingesetzt werden kann.

Träger können KI sicher einführen

Träger müssen sich nicht auf „Blackbox-KI“ verlassen. EDN trennt klar zwischen Datenhaltung, KI-Verarbeitung und Oberfläche – inklusive Protokollierung. Das ist die Basis dafür, dass Datenschutzbeauftragte und Verantwortliche den Einsatz fachlich und technisch prüfen können.

Skalierung ohne Systemwechsel

EDN ist modular gedacht: Agenten wie Saja können später um weitere Module ergänzt werden – etwa Hilfeplanung, Übergaben oder Berichte –, ohne dass neue Insellösungen entstehen müssen.

Integration statt Konkurrenz

EDN muss bestehende Fachsoftware nicht ablösen. Die Plattform kann als KI-Schicht in bestehende Systeme eingebunden werden – dort, wo heute noch reine Textfelder und starre Masken stehen.

Langfristig kann EDN damit eher Infrastruktur werden als ein weiterer Einzelanbieter.

Was EDN braucht, um in der Jugendhilfe wirklich zu laufen

Technisch steht bereits viel. Damit EDN jedoch in den Regelbetrieb gehen kann, braucht es Partner, die mehr mitbringen als nur Interesse: fachliche Verantwortung, technische Tiefe und den Blick für Datenschutz und Organisation.

Träger als Praxispartner

EDN braucht Einrichtungen und Träger, die bereit sind, die Plattform mit echten Fällen zu erproben – und offen zurückzumelden, was im Alltag funktioniert und was nicht.

Nicht als Demo, sondern im echten Dienstzimmer, in echten Teams.

Technische Partner

Für einen späteren Regelbetrieb braucht es Partner mit Erfahrung in Betrieb, Skalierung und Sicherheit von SaaS-Systemen: Hosting, Monitoring, Updates, Migrationen, Support und DevOps.

EDN ist dafür vorbereitet – die langfristige Infrastruktur wird gemeinsam gebaut.

Datenschutz & Prüfung

Damit EDN institutionell eingeführt werden kann, braucht es Datenschutzbeauftragte und fachliche Prüfer, die sich die Architektur ansehen – und auf dieser Basis Freigaben und Empfehlungen aussprechen.

Shield ist genau dafür gebaut – geprüft werden muss es trotzdem.

EDN als gemeinsames Projekt

EDN ist technisch bereit – als Plattform, als Shield, als erste Anwendung mit Saja. Was jetzt fehlt, sind Menschen und Institutionen, die diese Grundlage mit der Realität der sozialen Arbeit verbinden wollen.

Wenn Sie die Technik dahinter verstehen möchten – aus Träger-, IT- oder Datenschutzperspektive –, lohnt sich ein Gespräch.